Das Wochenende haben wir in Hamburg verbracht. Wenn es auch nur wenige Stunden entfernt ist so gestaltet sich eine Autofahrt mit einer zwei jährigen doch als durchaus anspruchsvoll. Mein Plan: Freitag Nachmittag noch zum schwimmen und direkt dort den Schlafanzug an und dann nach Hamburg. Abendessen im Auto. Soweit die Theorie. Es klappt alles bis zum schwimmen und umziehen. Gegen 18.45h sitzen wir im Auto. Sie hinten mit einem Brötchen und ich konzentriert auf die Straße blickend. Das Brötchen fliegt mir hälftig um die Ohren. Reizend. Nächste Hälfte die ich nach hinten reiche – das Kind muss ja essen. 19.30h wir singen Kinderlieder. Mal wieder. Mit CD. 19.45h wir singen dank Bluetooth und youtube Kinderlieder die ich auch kenne. 19.55h Highlight: der Kuckuck und der Esel – mein Hut der hat drei ecken. Das „spielen“ wir. Ich einhändig fahrend sie konzentriert auf Hut, Drei, Ecke machend. 20.10h wir singen immernoch – ich frage mich langsam warum ich müde bin und sie nicht. Eine halbe Stunde später, es regnet und hagelt in Strömen (warum auch nicht, wir haben schließlich Mai), schläft sie ein. Und ich weiß jetzt schon – die Nacht wird anstrengend. Als wir das Hotel am Michel erreichen hat es mit dem Regen nicht aufgehört. Ich parke direkt am Eingang, schnappe mir das Kind inkl. Bademantel und gehe zur Rezeption. Nach der Anmeldung bin ich „der Gast ist König“ dreist und lasse Kind und Puppe hinter der Rezeption. Ich hole die Koffer – wüsste auch so schnell keine Alternative. Drinnen nass und beladen für 3 Wochen statt drei Tage, höre ich Madame quatschen und die Damen am Schalter unterhalten sich mit der Puppe. Ich wieder raus, Parkplatz suchen (ist in Hamburg ja meeeeega einfach) und wieder zurück. Ich bin nass. Das Kind, die Puppe (nebst Puppenwagen), das Gepäck und ich schaffen den Weg ins Zimmer. Das Kinderbett wird genau 3 Minuten benutzt dann liegen wir beide im großen Bett und schlafen. Wo sind die Zeiten da man abends noch nen Film geguckt hat????

Ansonsten zeigt sich unsere tochter ekelhaft vorbildlich an diesem Wochenende. Beim einkaufen staunt sie angemessen über das Essen, beim Geburtstagsgrillen spielt sie mit allen Kindern, unterhält selbst die Kinder-müden erwachsenen und futtert ohne meckern (hat sie nicht von mir). Die zwei Minute. Schockstarre als sie nicht zu finden ist (die Michel Wiese ist belebt wie nix) lösen sich mit einer Schaukel in der Nähe auf und wir sind wieder absolut konzentriert sie im Blick zu behalten. Zur allgemeinen Belustigung lernt sie : wie macht die Lady? Dabei muss sie eine Hand an die Stirn halten, den Kopf leicht nach hinten und oHHHHHH sagen. Ist seither ein Dauerbrennner. Die Nacht beginnt bei mir ebenfalls um 23h. Sie hat bis 21.30h draußen gefeiert und fordert nach einem Stündchen alleine schlafen die Anwesenheit eines Elternteils. Ich schlafe ja gerne früh und während nebenan noch getrunken wird, liegen wir im Bett und träumen vom Tag. 

Die Rückfahrt – man lernt ja dazu – wird zur Abendschlafzeit erneut probiert nachdem wir den Tag mit spazieren, schaukeln und essen verbracht haben. Diesmal klappt es vorbildlich und auch zu Hause lässt sie sich von uns wieder gut hinlegen. Juhuuuu endlich wieder schlafen. 

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