Osterhasen sind zum heulen 

Osterhasen sind zum heulen 

Heute ist Osterfest im Kindergarten. Grüne Wiesen, lachende Kinder rennen über den Hof, freudestrahlende Eltern bewundern die Kunstobjekte ihrer Sprösslinge und die Erzieher lächeln zufrieden in sich hinein…. so ist das doch im Kindergarten. Oder? Oder nicht? Nein. Ist es nicht.

  1. Das Wetter ist anscheinend pünktlich zur Festivität – schlecht. Es regnet, es ist wirklich ***kalt, der Wind verhindert dass die Frisur nur irgendwie noch gut aussieht wenn man ankommt und die Stände und Aktionen müssen von draußen nach drinnen verlegt werden.
  2. Es sind keine 20 Kinder an einem solchen Fest beteiligt sondern (in unserem Falle) knapp 250. Da WÄRE das Chaos draußen nicht so spürbar, wie es im Inneren der Gebäude ist.
  3. Die Eltern wirken eher gestresst, genervt und angewidert über die gebotene Darbietung. Da fällt mir der Vater in der Ecke auf der sichtlich mit den Augen rollt, als die Mutter zu seinem Kind zum wiederholten male durch übertriebenes verhätscheln die Klamotten richtet. Die gelangweilte Mutter die das x. bemalte Häschen der Tochter bestaunt und die ewig in Zeitdruck stehenden die auf die Uhr gucken, derweil der Nachwuchs durch die Turnhalle rast.
  4. Die Erzieher – die einem Leid tun können. Der auch sonst hohe Geräuschpegel scheint auf ein unermessliches angestiegen. Das heftige nicken, wenn Elternteile genau JETZT die Entwicklung des Kindes besprechen wollen und das leicht schadenfreudige grinsen, wer der hochbegabte Spross sich gerade in die Hosen gekackt hat und die Eltern (völlig erstaunt über die Tat – passiert das ja sonst nie) sich um eine Austauschhose bemühen.

Wir sind da nicht besser. Ich bin pünktlich auf die Minute. Nicht eine Sekunde früher, unser Tochter ist mäßig interessiert an mir und erzählt mir wenigstens beiläufig das der Osterhase heute hier war und sie Ostertüten gesucht hat. Etwas enttäuscht dass unsere Alfonsiene nicht zu schätzen weiß, welche Opfer ich hier gerade bringe und meinen Ohren das Geschrei, Gebrüll und quatschen aussetze …läuft der Osterhase in den Gruppenraum. Der KiTa-Ostrhase ist dieses Jahr Martin. Martin, der Erzieher aus der Nachbargruppe, geht extra ganz langsam, bückt sich und spricht klar und deutlich. Und dennoch – ein gezittert ein Gebrüll und ein geweint fast genau in der Sekunde in der er erscheint. Selbst seine eigene Tochter hat angst, auch als er den Hasenkopf abnimmt, sich zu erkennen gibt (kurz Ruhe), dann der Kopf wieder drauf – heulen, Geschrei. Plötzlich bin ich bei Alfonsiene wieder gaaaaaanz hoch im Kurs und zumindest „Arm!“ als Ansprache wird mehr als deutlich mir zugerufen. 

Wir. verlassen den Gruppenraum. Alfonsienes Papa erscheint auch (20 Minuten nach mir) und wir urkunden gemeinsam die Räume. In der Sporthalle finden wir einige Stände an denen die Kinder basteln und malen können, an einem anderen werden Eier marmoriert oder Eierbehälter gebastelt. Alles was für 2-Jöhrige funktioniert, lassen wir sie machen. Mit ausreichend AHHHH und OHHH bezüglich dem Geschick und der ausgezeichneten Pinselführung von Alfonsiene

Am liebsten gefällt ihr, dass sie mit ihren Freunden mitten im Raum tanzen kann. Wir kämpfen uns durch einen völlig überfüllten Raum nach unten und ergattern eine leckere Waffel, einen gruseligen Filterkaffe und setzen uns ins „Café“ (ein anderer Gruppenraum). Dann kommt der Osterhase und angesteckt von den anderen scheinen auch größere Kinder angst vorm Osterhasen – Kostüm zu haben. Alfonsiene steigert sich mit den anderen Kindern rein … und… pinkelt vor Schiss in die Hose. Das war’s mit dem KiTa-Osterfest. Wir setzen uns langsam in Bewegung und gehen nach Hause.

Zu Hause wird des öfteren von Martin gesprochen und das er Geschenke gebracht hat. Und vom Osterhasen,. der ja ich kommen wird.. also miteinander verbunden hat sie das nicht – mal sehen ob sie am Ostersonntag auf Martin oder auf den Osterhasen wartet.

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