Montag

Nach diesem doch recht ruhigem Wochenende für unsere Verhältnisse beginnt Alfonsienes Arbeitswoche wieder um 9.00 Uhr. Wir haben heute für die 200m knapp 25 Minuten gebraucht, also sind wir schon ziemlich schnell! Um 10.30Uhr hole ich sie dort wieder ab. Heute wurde wohl ein Gruppenbild gemacht, weil alle 19 Kinder heute da waren. 19 Kinder – wow… dieses Bild bekomme ich nicht zu sehen, sondern landet direkt in ihre „Mappe“, quasi ihr Portfolio aus der Krippe und später kommt auch die Kindergartenzeit dazu. Also werde ich mich in 4 Jahren sehr darüber freuen. Zu Hause mache ich die Wäsche, ich fahre ins Büro und bin dennoch pünktlich zurück um mit ihr gemeinsam mittag zu essen. Wow – 90 Minuten sind ganz schön viel Zeit!

Dienstag

Bevor ich sie abhole (Papa hat sie gebracht), habe ich bereits meine Buchrecherche für meine Masterarbeit angefangen und bin tatsächlich mit meiner Referenzliste weitergekommen. Als ich in den Gruppenraum komme höre ich wie auf Gitarre „Alle meine Entchen“ gespielt wird und dazu die drei Erzieherinnen singen. Alle Kinder sitzen lieb in einem großen Kreis und haben Klanghölzer, Schellen, Glöckchen und ähnliches in den Händen. Alfonsiene sitzt „häng Bangend“ mit einer Schelle neben der Erzieherin mit der Gitarre und tanzt sitzend mit, während sie wild die Schelle schüttelt. Sie hat sich wohl direkt neben die Gitarrenspielerin Gesetz und wollte nicht weg. Da bin ich glatt ein wenig stolz das ich zu Hause auch mit ihr Gitarre spiele und singe. Vielleicht hat sie das gleich erkannt? Bei mir darf sie mit Gitarre spielen aber eine Schelle kauf ich ihr einfach auch dann können wir ne Session spielen. Nach ihrem Mittagsschläfchen holt ihre Oma sie ab und verbringt mit ihr den Nachmittag. Und ich sitze wieder an meiner Bücherliste. Ich vermisse Alfonsiene. Ich würde jetzt viel lieber fangen spielen, oder mit dem Puppenwagen fahren… seufz.

Mittwoch

Heute hat sie beim abgeben geweint. Sie scheint langsam zu begreifen, dass das hier ne Längerfristige Sache wird. Die Betreuerin „pflückt“ sie mir vom Arm, ich gehe zügig aus dem Raum und höre noch draußen ihr weinen (das Fenster ist offen, so laut ist sie nun auch wieder nicht). Es ist schon komisch sie weinen zu hören und nicht dabei zu sein. Als ich sie abhole wird mir versichert das sie sich schnell wieder beruhigt hat und danach mit allen gespielt und sogar gebastelt hat (kam auch direkt in ihre Mappe). Ich sehe nur ein lächelndes Kind, Kussmund werfend und kuschelnd – sie ist gern hier, aber im Moment ist sie lieber auf meinem Arm. Draußen wartet schon Spike auf uns und wir laufen nach Hause. Zügig – denn sie hat Hunger.

Donnerstag

Langsam geht die Eingewöhnung zu Ende. Sie „darf“ heute mit Mittagessen. Es gibt mit Spinat. Da meine Verabschiedung gestern nicht so gut lief, bringt Papa sie heute weg. Es ist nicht besser. Sie klammert sich am Bein fest und will nicht loslassen. Er geht schweren Herzens (ruft mich sofort an) und ist noch trauriger als er zurück geht weil er den Schirm vergessen hat und sie immer noch weint. Als ich sie mit meiner Freundin zusammen abhole, sitzt sie im Bad wie die anderen Kinder auf ihrem Töpfchen mit einem Buch in der Hand! Sie hat uns noch nicht gesehen und ich bemerke wie sie sich über die anderen Kinder amüsiert. Die anderen Blättern interessiert in ihren Büchern, ganz lieb alle in einer Reihe und Alfonsiene schaut sich jeden einzeln an und lacht sich schlapp. Wir erfahren dass sie trotz Trennungsschmerz mit den anderen draußen war und insbesondere gern‘ mit dem Bobbie Car spielt. Das Mittagessen hat sie aufgefuttert und in einem unbeobachteten Moment sogar das Essen des Nachbarn gegessen. UPS

Nachmittags hat sie etwas sehr fluffigen Stuhl und ist sehr sehr nörgelig. Ich gehe tatsächlich mit ihr zum Arzt, weil seit der letzten Untersuchung zur Krippentauglichkeit der Husten und Schnupfen nicht besser wurde. Sie wird komplett untersucht – es scheinen tatsächlich nur Nebenwirkungen durch die durchbrechenden Zähne zu sein, denn der erhöhte Speichelfluss sorgt für den Husten.

Freitag

Heute ist quasi Premiere. Sie wird nicht nur den Vormittag dort verbringen sondern nach dem Mittagessen auch noch ein Schläfchen machen. Ich hole sie erst um 14 Uhr ab. Das Abgeben (von Papa) gestaltete sich wieder etwas schwierig, aber es hielt wohl nicht lange an. Nach der Spielplatzrunde, dem Badezimmer-Töpfchen-Gang wurde gemeinsam gegessen (sie mochte das Essen wohl nicht so) und dann ging es ins Bettchen. Sie schlief nach kurzem nörgeln ein und das für 75 Minuten.

Dann nahm eine Erzieherin sie mit zur eigenen Mittagspause, denn die anderen Kinder schlafen fast zwei Stunden. Sie konnte also mit den „Großen“ noch einmal mittag essen und nahm wohl gleich an einer Besprechung teil NOCH wollen alle Erzieher das Alfonisene später in ihre Gruppe kommt. Mal sehen wie lange das anhält. Als ich sie abhole schmiegt sie sich bei mir an den Hals und kuschelt ne ganze Weile. Ich bin auch froh das sie wieder da ist.
Wochenende

Wir verbringen das Wochenende zu Hause und im Garten. Alfonsiene hilft beim anbringen des Kindergitters an der Balkontreppe.

Jetzt kann sie Spike auf den Balkon begleiten ohne das war in Panik verfallen müssen. So ein Kindergitter macht einen Haushalt zum Kinderhaushalt, das und die Steckdosensicherheitskappen.

 

 

 

 

Da unsere neuen Matratzen geliefert wurden und sich mein Rücken nach einer Schmerzfreien Nacht sehnt, bin ich mehr als glücklich den Tanz in den Mai schlafend zu verbringen. Ich bin begeistert von meiner neuen Tempur Matratze.

 

 

Nach einer kleinen Shopping Tour am Samstag – für uns Großen – gehört der Sonntag Alfonsiene und damit Zeit auf dem Spielplatz und Buddelzeit im Garten. Der Frühling ist da und so blühen die ersten Bäume und unsere Tulpen und und und …

 

 

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