Kartöffelchen für alle

Kartöffelchen für alle

Wir – also eigentlich ich, bin seit letztem Jahr unter die Kleingärtner gegangen. Das bedeutet ja auch, dass in gewisser Anteil angepflanzt werden muss und als Nutzfläche dienen soll. Dieses Wochenende steht ganz unter dem Motto des grünen Daumens. Alfonsiene und ich fahren also in der Garten. Während Madame ein kleines Nickerchen im Wagen macht, habe ich Hacke und Spaten neben mir, zupfe Unkraut und grabe mein erstes Feld um. Ich mach noch alles schön plan, stecke das Feld ordentlich ab, ziehe einen Graben – und bevor ich an den schönen Teil komme, wacht Madame auf. Also „müssen“ wir jetzt gemeinsam pflanzen. Ich habe mich dazu entschlossen den vorderen Teil des Garten mit Kartoffeln anzupflanzen. Alle die gerne Kartoffeln essen werden sagen: Oh wie schön das würde ich auch gern machen (geht auch im Kübel, wie zeigt sich HIER)! Und andere sagen Wiederrum – ach nee ich esse ja lieber Nudeln. Beiden sei gesagt – wir essen eigentlich KAUM Kartoffeln, ABER es soll leicht sein diese anzupflanzen und so schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich komme der Verpflichtung nach etwas anzubauen, ich kann sehen was so bei mir wächst, wir können etwas aus dem Garten verzehren / verschenken und ich hab was für „uns“ getan. Dann wirft Alfonsiene die Kartoffeln in die Furche. Wir häufeln diese wieder zu und ich markiere mir die Bahnen damit ich nicht Unkraut mit Kartoffel verwechselt. In 100 Tagen sollen diese ja erntereif sein – da bin ich ja gespannt.

Eine Handvoll Kartoffel (die lilanen) bringe ich ins Gewächshaus und setze diese wie in einem Kübel an, indem ich sie nur halb in erde bedecke und mit andere Erde versorge – mal sehen was besser klappt.

Als wir dann als Familie wieder zu dritt (bzw. viert mit dem Hund sind), kümmert ER sich draußen um die zweite Hälfte des Feldes – wobei Unkraut jäten hier eher sporadisch gemacht wird und Ers ich mehr ums umgraben kümmert. ich bin derweil drinnen im Gewächshaus mit meiner neuen Kokoserde. Ich habe mich vorher belesen und Bewertungen durchforstet wofür diese sich (nicht) eignet. Meine ersten gepressten Ballen schmeiße ich leicht geteilt in die Schubkarre und lasse diese mit Wasser aufquellen. (Wer da mal im kleinen testen will, der kann sich bspw. bei IKEA eine Mini Packung holen und das zu Hause ausprobieren.) Ich mische also die Kokoserde mit der normalen Blumenerde und mische auch etwas Humus drunter – weil es so auch für die Kokoserde empfohlen ist. Derweil säe ich die Tomaten an die Rankhilfen und bereite das Beet für die Anzucht vor. Darin werde ich kommende Woche: Fenchel, Melonen, Sonnenblumen, Kürbisse & co einsäen und sobald die Jungpflanzen groß genug sind, diese raus pflanzen, damit das Gewächshaus dieses Jahr nicht wieder explodiert. Möhren & co, setze ich direkt raus.

Meine Pflanzen und Samen habe ich ausschließlich von Manfred Hans, welcher mir auf Grund eines Fernsehberichtes im NDR aufgefallen ist und ich das Konzept der Ur-Pflanzen total spannend finde!

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