Ihre Tocher wurde gebissen. 

Da bringt man dem Kind seit der Geburt den richtigen Umgang mit Hunden bei und dann wird sie doch noch gebissen. So ähnlich hat mein Mann gedacht als er sie aus der Krippe abholte und so habe auch ich gedacht als er mir einen ähnlichen Satz brühwarm abends erzählte. 

ABER weit gefehlt. Kein Hund hat unserer Alfonsine in der Innenseite vom Mittelfinger haut abgerissen. Nein nein – ein anderes Kind. Und zwar wirklich hässlich und tief. Schon 1-Cent Durchmesser : Haut und etwas Gewebe fehlt. Das Ausmaß des ganzen wurde erst sichtbar als ich das Pflaster entfernte. Mit heftigen „Aua“ und „Ohoh“ wurden meine Handlungen begleitet. Soweit wir wissen trug die Geschichte sich zu als alle auf dem Töpfchen saßen. Wie sehr ihr das weh tat und wie sehr sie das die nächsten Wochen beeinflussen würde ahnte wir an dem Tag noch nicht. In den kommenden Tagen wurde der Gang in die Kita zum Hindernislauf. Sie wollte erst nicht ins Bad. Dann nicht mehr in den Vorraum wenn das Bad offen war und schließlich nicht mehr aus dem Haus. Schlimmer als zur Eingewöhnung. Ich musste sie tragen, bin gehüpft, hab gesungen und versucht sie zu bestechen. Auch der Kurzurlaub ließ sie nicht vergessen. 

In der KiTa selber war sie beim Spielen normal bis auf das sie ziemlich heftig reagierte sobald ein anderes Kind sie anfassen wollte und sei es nur an den Haaren. Das Töpfchen verweigerte sie und erst nachdem es in die Dusche gestellt wurde und sie so von allen Seiten geschützt war, ging sie dort wieder hin. Dem kleinen Beißer gegenüber verhält sie sich normal. 

Und wir? Ich habe versucht herauszufinden welches Kind sie gebissen hat. 😂 fast wie beim FBI habe ich alle Bewegungen beobachtet und nach auffälligen Merkmalen – wie etwas extra spitze Zähne oder Fleischfetzen zwischen den Beisserchen gesucht. Nichts. Jetzt nach einiger Zeit geht sie wieder gerne in die KiTa. Aber das Töpfchen ist dort und auch bei uns zu Hause in der Dusche zu finden. Schade. 😕

Leave a Reply

Your email address will not be published.