Februar 2013

Eine kleine Anzeige in der Zeitung.  Ein einfacher Aufruf: „Wir suchen Pflegeeltern.“

DAS ist es! Wir sind zu zweit – nun ja mit Hund – wir sind verheiratet, wir sind beide berufstätig, wir haben Platz. Warum sollten wir keine Pflegeeltern werden können?

Was sich bei mir im Kopf als logische Konsequenz zu unserem Leben formte, sollte meinen Mann nicht sofort in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen. Es folgten die Gegenargumente. Wir sind zu jung, wir haben doch gar nicht soooo viel Platz (nun ja der Hund hat ein eigenes Zimmer ich denke das ist Ansichtssache), wer hat denn dafür Zeit, da muss man bestimmt ne Prüfung machen.

Natürlich. Man konnte unser Leben auch so auslegen, aber man könnte ja wenigstens „mal gucken“ gehen. Sich das Ganze anhören. Experten entscheiden lassen. Vielleicht sieht mein Mann das ja doch zu kompliziert – oder vielleicht (wenn auch unwahrscheinlich) sehe ich das Ganze falsch.

Nun gut. Da war er der Kompromiss. Wir gehen mal gucken. Führen ein erstes Gespräch im kleinen Kreis und schauen anschließend, ganz nüchtern, wie es weiter gehen soll.

 

„Wann kriegen wir wohl ein Pflegekind?“ surrt es in meinem Kopf.